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Die Freibeträge beim P-Konto

Die P-Konto Freibeträge

In jedem Fall geschützt ist der Basisfreibetrag (oder auch Sockelfreibetrag) von derzeit 1028,89 € pro Monat. Dabei ist es unerheblich, welcher Art dieses Guthaben ist. Geschützt ist die Sozialleistung gleichermaßen wie das Arbeitseinkommen, die Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit oder auch die Schenkung von Tante Erna.

Die Art des Einkommens spielt beim P-Konto keine Rolle!

Der Basisfreibetrag, auch Sockelfreibetrag genannt, steht jedem, ohne eine gesonderte Bescheinigung zur Verfügung.

Der Bezug von Kindergeld, bzw. Unterhaltsverpflichtungen erhöhen den pfändungsfreien Betrag. Dies muß der Bank jedoch mittels einer Bescheinigung nachgewiesen werden. Derartige Bescheinigungen können zum Beispiel von folgenden Stellen ausgestellt werden:

  • Schuldnerberatungen
  • Familienkassen
  • Sozialleistungsträgern (z.B. Jobcenter)
  • Arbeitgeber
  • Rechtsanwälte
Der Zentrale Kreditausschuss hat in Abstimmung mit den Schuldnerberatungen und dem Bundesjustizministerium eine entsprechende Musterbescheinigung veröffentlicht, die bundesweit einheitlich eingesetzt werden soll.

Erhöhung des pfändungsfreien Betrages aufgrund von Kindergeldbezug bzw. Unterhaltsverpflichtungen beim P-Konto

Wie bereits erwähnt, erhöht sich der Sockelfreibetrag bei Kindergeldbezug, bzw. wenn Unterhaltsverpflichtungen bestehen.

 

Erhöhte Freibeträge bei Unterhaltsverpflichtungen (seit dem 1. Juli 2011)

  • 1416,11 Euro bei einer Unterhaltszahlung
  • 1631,84 Euro bei zwei Unterhaltspflichten
  • 1847,57 Euro bei drei Unterhaltspflichten
  • 2063,30 Euro bei vier Unterhaltspflichten
  • 2279,03 Euro bei fünf oder mehr Unterhaltsverpflichtungen

Diese erhöhten Freibeträge müssen der Bank gegenüber mittels einer Bescheinigung nachgewiesen werden. Fehlt dieser Nachweis, kann die Bank keine Erhöhung des Freibetrags einräumen.
Merke: Der Sockelfreibetrag bleibt ohne Bescheinigung pfändungsfrei. Die erhöhten Freibeträge müssen gegenüber der Bank bescheinigt werden.

Einzelne Sozialleistungen bleiben pfändungsfrei

Sozialleistungen, die einen Mehraufwand ausgleichen, der einen Körperschaden ausgleichen soll, bleiben vor Pfändung geschützt. Dies wären insbesondere

  • Grundrente
  • Schwerstbeschädigtenzulage nach dem Bundesversorgungsgesetz
  • Blindengeld
  • Pflegegeld der gesetzlichen Pflegeversicherung

Einmallige Sozialleistungen bleiben im Bezugsmonat pfändungsfrei

Einmalige Sozialleistungen, wie Erstaustattung für die Einrichtung oder Kosten für die Klassenfahrt, werden nicht von der Pfändung erfasst. Dies gilt allerdings nur für den Bezugsmonat.

 

Keine Pfändung von Kindergeld

Kindergeld und Kinderzuschläge sind ebenfalls pfändungsfrei. Hier kam der Gesetzgeber dem besonderen Schutz der Familie nach.